Dienstag, 25. Mai 2010

Durch den dunklen, schwarzen Wald



Dialog am Morgen des dritten Tourtages:
"Was jetzt wohl unsere Körper von uns denken?"
"Du Arschloch!"

Matthias und ich waren im Südschwarzwald unterwegs und am Ende hat es echt mal gereicht. Start war in Gengenbach, dann sind wir über den Westweg nach Schonach (1. Übernachtung) und über den Feldberg und den Schauinsland nach Kirchzarten (2. Übernachtung) und schließlich über den Kandel, durch das Kinzigtal und irgendwelche Höhenwege wieder nach Gengenbach zurück. Absolut geil ist die Gegend dort unten rund um Freiburg. Hohe Berge, jede Menge Trails und wirklich bike-affine Menschen. Unser alter Freund Karl hat es also genau richtig gemacht, als er vor ein paar Jahren dort hingezogen ist. Mit dem haben wir uns übrigens am Abend der zweiten Etappe auf ein paar schaumige Kaltgetränke in Kirchzarten getroffen. Wirklich ein Supertyp, unser Ami.

Achso, ich wollte ja noch damit angeben, wie heldenhaft wir sind: 7.300 Höhenmeter in drei Tagen. Das zumindest sagt Matthias' HAC. Das Garmin zählt immer ein bisschen langsamer, aber eigentlich scheint der HAC zu stimmen, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Also im Zweifel für den Angeklagten. Die Kilometeranzahl ist irgendwo im Garmin vergraben, aber ich glaube, die kürzeste Etappe hatte 70.

Fotografiert haben wir eigentlich nur Mist. Zum Beispiel den Fußpilz in Schonach. Sowieso ein blödes Kaff mit echt doofem Hotel. So. Jetzt hab ich denen das aber gegeben.

Love and Peace
cfö

Dienstag, 18. Mai 2010

Racetime again






Zum Auftakt der Rennsaison waren wir beim Fränkische Schweiz Bike Marathon in der Nähe von Bamberg. Mit Platz 142 habe ich den Sieg nur knapp verpasst. Dagegen mal so richtig beachtlich ist Petras Resultat: Neunte in der Damenwertung und das auf der vollkommen zugeschlammten Mittelstrecke, die etliche Laufpassagen bergauf wie bergab enthielt, welche wiederum mit dem bleischweren Würfel auch nicht gerade ein Vergnügen gewesen sein dürften (hier ist ja immerhin Besserung in Form eines neuen, sehr, sehr feinen, Bikes in Sicht).
Eigentlich hätte alles so gut werden können mit dem Start in die Rennsaison. Im April noch habe ich mich richtig fit gefühlt und fest geplant, mal so richtig zu rocken. Dann kam der Umzug. Und eine Hochzeit (nein, nicht unsere). Und eine Dienstreise. Und schlussendlich, als all dies geschafft war und ich wieder Zeit fürs biken finden wollte, eine Erkältung. Das war dann genau eine Woche vorm Marathon, schönen Dank auch.
Immerhin hatte sich die Erkältung bis zum Rennmorgen wieder in ein echt vertretbares Ausmaß zurückentwickelt, sodass ein Start mit meiner noch nicht vollkommen zurückgebildeten Vernunft vereinbar war. Dennoch hatte ich nun wahrlich schon bessere Tage, wie sich zeigen sollte.
Was gibt es zum Rennen an sich zu sagen? Nun ja, nicht soviel. Es war relativ schnell klar, dass ich in Anbetracht der eher suboptimalen Gesamtsituation wie Bertram und Petra auch die Mittelstrecke wählen würde. Und wenn jemand mal ein Lehrbuch über die dümmste Renntaktik der Welt schreiben will, könnte er darin astrein abdrucken, was folgte: Schon während dem Roll-Out durch den Ort versucht, Plätze gut zu machen, am ersten Anstieg überzogen, frustriert langsamer gemacht, bei gefühlten 15 Kilometern Restdistanz soviel Gas gegeben wie möglich, bei gefühlten verbleibenden 5 Kilometern eingebrochen, irgendwie ins Ziel gehechtet, macht 2 Stunden 30, fertig. Man muss auch mal nach vorne schauen können und vergessen, was so hinter einem liegt.
Und noch was zu den Teamkollegen: Bei Betram war alles gut und Matthias hat, Respekt, die Langdistanz hinter sich gebracht, was vor allem deshalb eine harte Nummer war, weil mal in das Vergnügen kam, die Mittelstrecke einfach zweimal zu fahren. Nicht unbedingt der größte Motivationsfaktor. Hinzu kam ein Kettenriss ungefähr 20 Kilometer vor dem Ziel, der Zeit und vor allem Nerven gekostet hat (O-Ton: „Mit de Arschbacke han i’s wieder nei druckt!“)
Ansonsten war es nett. Wir haben uns am Abend vorher im wirklich schönen Bamberg getroffen und dort echte Sportlernahrung zu uns genommen (siehe Bild), und das Steak direkt nach dem Rennen war auch eine Wohltat.

Freitag, 2. April 2010

Porn is born/Lenninger Tal


Es ist vollbracht, der neue fahrbare Untersatz ist fertig. Hier eines der Bilder, die dankenswerter Weise Christoph von der Mühle gemacht hat (der kennt sich mit sowas aus). Wir standen ewig auf der Baustelle von Matthias' Bruder und danach am Darmsheimer Steinbruch rum, um vernünftige Bilder in den Kasten zu kriegen. Ich denke, der Aufwand hat sich gelohnt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Christoph bearbeitet gerade noch die restlichen Bilder, dann gibt's vielleicht mehr.

Heute dann musste die Kiste natürlich gebühren eingeweiht werden. Dies taten wir mit einer schon aus der letzten Saison bekannten Trailrunde auf der Alb. Los ging's in Dettingen, hoch zur Burg Teck und dann mit diversen Trailereien rund ums Lenninger Tal zurück. 45 Kilometer und 1.200 Höhenmeter sagt dann die Statistik am Ende. Wir grinsten uns eins, weil's so geil war und aßen sehr zum Verdruss des zuständigen Wirtes einen Kuchen. Irgendwie waren wir ihm zu dreckig. Ein bisschen hadere ich mit der Tatsache, dass das oben stehende Trailfoto lediglich mit der blöden Handy-Kamera geschossen ist. Eigentlich ein schönes Bild, wie ich finde.

Ja, der Dreck... . Der musste dann natürlich ab. Jetzt müsste Petra allerdings mal das Bad putzen.

Freitag, 12. März 2010

Idita Race



Gestern morgen war der Blick aus dem Fenster keine Freude. Nach einer weiteren Stunde schlafen entschloss ich mich, die geplante Straßenrunde zu streichen und es stattdessen im Wald zu versuchen. Die eingepulverten Waldwege und Singletrails gingen dann auch ziemlich brauchbar. Die kürzeste sich in unserem Repertoire befindliche Runde hat bei diesen Bedingungen allerdings 1 Stunde 40 Minuten statt einer guten Stunde gebraucht. Cool war's, aber dennoch: Es reicht nun wirklich!





Für's On One ist die letzte Fuhre Teile gekommen. Bei einem der Nobby Nics hatte ich ziemliches Glück, wie die obigen Bilder zeigen. Die große Gewichtsabweichung zwischen den beiden Reifen ist allerdings keine Überraschung... . Die Hörnle und der Flaschenhalter sind natürlich ziemlicher Bike-Porn.

Montag, 8. März 2010

Parts on Scale




Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ziemlich viel, genaugenommen die erste richtige Mountainbiketour dieses jungen Jahres. Mit Trails und Dreck und allem drum und dran. Matthias und ich sind mal wieder mit der Weil der Städter Samstagstruppe durch den Nordschwarzwald gezogen, bei Sonnenschein und knapp zehn. Saugeile Tour - es hat sich so gut angefühlt, mal wieder ohne Schneematsch und Eisplatten Trail zu fahren. Leider habe ich mich durch eine Mischung aus fehlender Konzentration und verfickter V-Brales am schwarzen Schlechtwetterbike vor den Augen der ganzen Truppe mit einer eleganten Bauchlandung auf den Waldboden geschmissen, was meinen Downhillmut für den Rest der Tour ein wenig gezügelt hat.
Am Folgetag waren wir in den Weinbergen oberhalb Esslingens unterwegs - kein Mountainbiken im klassischen Sinne, aber definitv eine schöne Panoramarunde (mit gefühlen 95% Steigung in den Weinbergen). Mittlerweile ist leider wieder tiefer Winter draußen, was unsere gestrigen Bike-Ambitionen sehr schnell beendet hat.
Achja, ich habe eine Küchenwaage gekauft und damit gespielt. Die Gewichtsangaben weichen in der Regel um einige Gramm nach oben ab. Nur Tune und Rock Shox haben sich offensichtlich selbst beschissen: Die Sattelstütze ist in natura acht Gramm leichter als angegeben und meine neue Rock Shox Reba Gabel sogar 43 Gramm. Jetzt warte ich auf das nächste Paket...

Sonntag, 21. Februar 2010

Einrollen


OK, es ist den Umständen umsprechend akzeptabel da draußen. Zumindest scheint zeitweise die Sonne und es hat sogar Temperaturen über null Grad. Im Wald kann man es freilich vergessen, sich sinnvoll fortzubewegen, es sei denn, man ist Eisschnellläufer. Deshalb steht auch bei mir Straßefahren an und ich quäle den übergewichtigen schwarzen Bock über den Teer. Gestern ging die Runde über Böblingen, Nürtingen und Esslingen wieder nach Stuttgart zurück. Eigentlich eine schöne Tour - ausführlich rollen in der Sonne. Ach nein, ich vergaß, die erste halbe Stunde hat es dicht geschneit. Und dazu kam dieser Wind, der Schneeflocken in der Horizontalen über die Straße bließ. Bei Esslingen war mir das Gefranse zwischen B10 und vereisten Neckarradwegen zu blöd und ich hab ein Stück mit der S-Bahn geschummelt. Zur Strafe bin ich dann zurück in Heslach nicht gleich heimgegangen, sondern nochmal den Dachswald nach Vahingen hochgetreten. Dort hat's dann auch echt gereicht. Wie war das nochmal mit GA1?!
Achso, da war noch was: Das On One macht Fortschritte, bald gibt es auch mehr Bilder. Natürlich könnte das Bike längst fertig sein. Aber ich will es eh nicht fahren bei diesen Bedingungen und so ziehe ich die freudige Erwartung noch ein bisschen in die Länge. Letzte Woche haben wir die Laufräder gebaut: Hope-Naben in rot auf schwarzen DT-Felgen (400er vorne, 500er hinten), dazu rote Speichennippel. Kommt saugeil, vor allem der Sound der Hinterradnabe.
Unter der Woche waren wir beim hippen Indoor-Cycling mit beschissener Mucke. Nächste Woche gerne wieder. So, jetzt sollte ich mal die Radklamotten überwerfen und zurück auf die Straße gehen.

P.S.: Das da oben ist mein Knie.

Freitag, 12. Februar 2010

Eine Unverschämtheit!

So langsam wird's hart. Draußen schneit es und schneit es und die Bedingungen variieren zwischen tiefen, sulzigem Schnee, der die Reifen unkontrolliert rumschwimmen lässt, fatzglatt gefrorenen Waldwegen oder alternativ tief verschlammten Trails mit einer tauenden Schneeschicht über dem Gesabber. Wir haben es angesichts der Unverschämtheit da draußen auf ganze vier Rides gebracht:

1. Ein Nightride im Schneefall, der im Zeichen einer ganz kaputten und einer halbkaputten Lampe stand und im Heimgeeier mit einem Licht endete.

2. Eine Schönbuch-Runde, die als Trailtour geplant war und als Straßentour endete und dank diverserer Sprinteinlagen zum nervigen Intervall-Training geriet.

3. Eine ausführliche Trailrunde am Frauenkopf, die eindeutig das Bike-Highlight des bisherigen Jahres war - wir hatten nämlich ein neues Liteville 301 als Testrad und Uli von www.flowride.de auf einem feschen 901er (echt geiles Enduro, schade, dass ich auf sowas nicht stehe) dabei. Es ging irgendwie durch die Dürrenbachschlucht oder so. Sollte man aber mal wieder finden, war gut.

4. Ein 2,5-Stunden-Nightride im Siebenmühlental bei absolut unfahrbaren Bedingungen. Nach 45 Minuten Lauferei haben wir einen Straßenexpress draus gebaut. Trotzdem bloß peinliche 30 Kilometer geschafft.

Dann war ich noch beim Spinning und wollte diese Woche wieder gehen, ging aber nicht, weil ich bei Matthias war, der mir die neuen Laufräder fürs On-One baut. Hope-Naben rulen!

Und die Rumdoktorei am zerschossenen Knie geht auch latent weiter. Immerhin, die MRT-Ergebisse sind da und negativ. Also für mich positiv :-).