Montag, 8. März 2010

Parts on Scale




Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ziemlich viel, genaugenommen die erste richtige Mountainbiketour dieses jungen Jahres. Mit Trails und Dreck und allem drum und dran. Matthias und ich sind mal wieder mit der Weil der Städter Samstagstruppe durch den Nordschwarzwald gezogen, bei Sonnenschein und knapp zehn. Saugeile Tour - es hat sich so gut angefühlt, mal wieder ohne Schneematsch und Eisplatten Trail zu fahren. Leider habe ich mich durch eine Mischung aus fehlender Konzentration und verfickter V-Brales am schwarzen Schlechtwetterbike vor den Augen der ganzen Truppe mit einer eleganten Bauchlandung auf den Waldboden geschmissen, was meinen Downhillmut für den Rest der Tour ein wenig gezügelt hat.
Am Folgetag waren wir in den Weinbergen oberhalb Esslingens unterwegs - kein Mountainbiken im klassischen Sinne, aber definitv eine schöne Panoramarunde (mit gefühlen 95% Steigung in den Weinbergen). Mittlerweile ist leider wieder tiefer Winter draußen, was unsere gestrigen Bike-Ambitionen sehr schnell beendet hat.
Achja, ich habe eine Küchenwaage gekauft und damit gespielt. Die Gewichtsangaben weichen in der Regel um einige Gramm nach oben ab. Nur Tune und Rock Shox haben sich offensichtlich selbst beschissen: Die Sattelstütze ist in natura acht Gramm leichter als angegeben und meine neue Rock Shox Reba Gabel sogar 43 Gramm. Jetzt warte ich auf das nächste Paket...

Sonntag, 21. Februar 2010

Einrollen


OK, es ist den Umständen umsprechend akzeptabel da draußen. Zumindest scheint zeitweise die Sonne und es hat sogar Temperaturen über null Grad. Im Wald kann man es freilich vergessen, sich sinnvoll fortzubewegen, es sei denn, man ist Eisschnellläufer. Deshalb steht auch bei mir Straßefahren an und ich quäle den übergewichtigen schwarzen Bock über den Teer. Gestern ging die Runde über Böblingen, Nürtingen und Esslingen wieder nach Stuttgart zurück. Eigentlich eine schöne Tour - ausführlich rollen in der Sonne. Ach nein, ich vergaß, die erste halbe Stunde hat es dicht geschneit. Und dazu kam dieser Wind, der Schneeflocken in der Horizontalen über die Straße bließ. Bei Esslingen war mir das Gefranse zwischen B10 und vereisten Neckarradwegen zu blöd und ich hab ein Stück mit der S-Bahn geschummelt. Zur Strafe bin ich dann zurück in Heslach nicht gleich heimgegangen, sondern nochmal den Dachswald nach Vahingen hochgetreten. Dort hat's dann auch echt gereicht. Wie war das nochmal mit GA1?!
Achso, da war noch was: Das On One macht Fortschritte, bald gibt es auch mehr Bilder. Natürlich könnte das Bike längst fertig sein. Aber ich will es eh nicht fahren bei diesen Bedingungen und so ziehe ich die freudige Erwartung noch ein bisschen in die Länge. Letzte Woche haben wir die Laufräder gebaut: Hope-Naben in rot auf schwarzen DT-Felgen (400er vorne, 500er hinten), dazu rote Speichennippel. Kommt saugeil, vor allem der Sound der Hinterradnabe.
Unter der Woche waren wir beim hippen Indoor-Cycling mit beschissener Mucke. Nächste Woche gerne wieder. So, jetzt sollte ich mal die Radklamotten überwerfen und zurück auf die Straße gehen.

P.S.: Das da oben ist mein Knie.

Freitag, 12. Februar 2010

Eine Unverschämtheit!

So langsam wird's hart. Draußen schneit es und schneit es und die Bedingungen variieren zwischen tiefen, sulzigem Schnee, der die Reifen unkontrolliert rumschwimmen lässt, fatzglatt gefrorenen Waldwegen oder alternativ tief verschlammten Trails mit einer tauenden Schneeschicht über dem Gesabber. Wir haben es angesichts der Unverschämtheit da draußen auf ganze vier Rides gebracht:

1. Ein Nightride im Schneefall, der im Zeichen einer ganz kaputten und einer halbkaputten Lampe stand und im Heimgeeier mit einem Licht endete.

2. Eine Schönbuch-Runde, die als Trailtour geplant war und als Straßentour endete und dank diverserer Sprinteinlagen zum nervigen Intervall-Training geriet.

3. Eine ausführliche Trailrunde am Frauenkopf, die eindeutig das Bike-Highlight des bisherigen Jahres war - wir hatten nämlich ein neues Liteville 301 als Testrad und Uli von www.flowride.de auf einem feschen 901er (echt geiles Enduro, schade, dass ich auf sowas nicht stehe) dabei. Es ging irgendwie durch die Dürrenbachschlucht oder so. Sollte man aber mal wieder finden, war gut.

4. Ein 2,5-Stunden-Nightride im Siebenmühlental bei absolut unfahrbaren Bedingungen. Nach 45 Minuten Lauferei haben wir einen Straßenexpress draus gebaut. Trotzdem bloß peinliche 30 Kilometer geschafft.

Dann war ich noch beim Spinning und wollte diese Woche wieder gehen, ging aber nicht, weil ich bei Matthias war, der mir die neuen Laufräder fürs On-One baut. Hope-Naben rulen!

Und die Rumdoktorei am zerschossenen Knie geht auch latent weiter. Immerhin, die MRT-Ergebisse sind da und negativ. Also für mich positiv :-).

Sonntag, 17. Januar 2010

Tristesse Royal




Gefühlte zehn Meter Schnee schmelzen zwischen blätterlosen Bäumen unter grauem Himmel und unter Hilfe eines ausgiebigen Nieselregens vor sich hin. Ein Tag, wie geschaffen für eine Biketour. Leider ist eine Mischung aus spiegelglatten Waldwegen und im Harsch versunkenen Trails nicht unbedingt das Terrain für Bestzeiten.

Achso, wir waren auch auf zwei Latten unterwegs. Auf den Gletschern im Ötztal war wenigstens das Wetter besser:

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Feldforschung








Könnte mir bitte jemand mal schnell die Nummer von Dr. Fuentes geben? Oder weiß jemand, wo man einen Zivildienstleistenden beantragen kann, der mich dann beim Biken anschieben könnte? Ich würde ihm auch bestimmt nicht wegfahren, denn dazu bin ich nicht in der Lage. Entweder meine Beine sind kaputt gegangenen oder sechs Wochen absolute Sportpause machen sich deutlicher bemerkbar als ich im Egozentrismus meiner Selbstüberschätzung angenommen habe. Jedenfalls fahre ich wieder, das ist das positive. Es fühlt sich noch ein bisschen komisch an im rechten Knie. Aber es tut nicht weh. Der linke Oberschenkel dagegen zieht deutlich beim Fahren. Wahrscheinlich gleicht der irgendetwas aus oder ist von den vergangenen arbeitsintensiven (da rechts ja gehumpelt werden musste) Wochen mitgenommen. Egal.
Und das negative: Ich bin so verdammt unfit wie ich es noch nie war. Wie soll ich wieder zur alten Form zurückfinden, die zwar nicht gerade fitgefuckt aber immerhin recht solide war? Werde ich je wieder ein Rennen fahren oder einen Berg hochkommen? Ich glaube nein.
Heute waren es zwei Stunden echtes Biken und gestern waren Bertram und ich beim Spinning. Eine Stunde Intervalle. Immer auf der Stelle zu treten, hat immerhin den Vorteil, dass man nicht merkt, wie langsam man vorwärts käme, wenn man denn vorwärts käme.
Und in der richtigen Welt muss man dann plötzlich beschleunigen (!), nur um einen Trekkingradfahrer zu überholen, der mit Gepäckträger, Schutzblechen und 28“-Rädern auch noch über die Sprunghügel am Max-Planck-Institut rollt. (Ja, heute so erlebt.) Zudem kann man ins Spinning Marathon-Finisher-Trikots anziehen und möglichst gelangweilt aussehen. Das wird im Feld schon schwerer, denn da merkt gleich jeder, wie langsam man vom Fleck kommt, auch mit Marathon-Finisher-Trikot. Und dann sieht man auch plötzlich nicht mehr gelangweilt, sondern irgendwie bleich aus. Eigentlich wollte ich mir sogar die Beine rasieren fürs Spinning, aber ich durfte ja nicht.
Achso: Es kam Post. Langsam aber sich drudeln die Porno-Teile fürs On-One ein. Wenigstens ein bisschen Bike-Freude bleibt mir noch. Als nächstes kommen die Laufräder und dann der Weihnachtsmann. Und ich hab gehört, der hat was dabei.

Freitag, 20. November 2009

Coladosen-Modenschau

Während Christian sein Knie pflegt und sein one-and-only on-one inbred bewundert, sitze auch ich weniger auf dem rad: unter der woche ist es kalt und dunkel im bayrischen wald und die knieschonenden wochenenden sind immer schnell vorbei.

Aber auch ich nutze die zeit mir gedanken über die nächste neuanschaffung im bereich drahtesel zu tätigen. Nach der Testfahrt auf Judiths Fully steht fest: auch hinten muss ein Dämpfer her! Und so sind nach vielem Abwägen und Vergleichen, wieder verwerfen und neu überlegen gerade drei modelle im rennen:

- wohlbekannt, aber eben trotzdem sehr nice: liteville 301

[http://www.liteville.de/t/22_29.html]

- die gesellschaft für zweirad und maschinenbau mit dem helius ac

[http://www.nicolai.net/products/e-frames/e-helius-ac.html]

- und eventuell endorfin, wobei deren neues modell wohl erst noch eine weile auf sich warten lässt, und deshalb auf der hp nur das alte zu bewundern ist: http://endorfinbikes.blogspot.com/

Die Farbe geht selbstverständlich bei allen noch etwas wilder. Schwierig. Nicolai ist natürlich saucool, aber eben auch genauso moneto-intensiv. liteville ist top, fährt halt nur jeder. endorfin wippt angeblich, das alte modell zumindest, und neu gibt es noch nicht.

Kurz und gut: ich weiß nocht nicht was ich will, Alternative Vorschläge sind also willkommen.

Viele Grüße,
Petra

Inzucht



Hier ist Funkstille, denn das Knie zickt immer noch. Das muss natürlich entsprechend kompensiert werden. Also habe ich mir ein Paket aus England kommen lassen. Bald mehr, wenn auch noch die Päckchen mit den passende Teilen da sind...